Geschwindigkeitsrausch – So entkommen Sie der Hektik-Falle

Es ist zwar schon eine ganze Weile her, doch ich erinnere mich noch so, als wäre es gestern gewesen. Es war meine siebte oder achte Fahrstunde – die Doppelstunde – und das hieß: ab auf die Autobahn! Ich hatte das Glück, meinen Führerschein auf einem Golf GTI zu machen. Mein Fahrlehrer animierte mich, mal so richtig Gas zu geben. Ein herrliches Gefühl, mit noch nicht einmal 18 Jahren mit hoher Geschwindigkeit über die Autobahn zu jagen. „An der nächsten Ausfahrt raus, wir kehren um.“ Mein Fahrlehrer mahnte mich auf der Ausfahrtspur: „Pass deine Geschwindigkeit an!“ „Hab‘ ich doch“, war meine ernst gemeinte Antwort. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, nur noch mit den jetzt vorgeschriebenen 80 km/h unterwegs zu sein. „Schau auf den Tacho und brems auf 80 runter!“ Mein Fahrlehrer wurde etwas lauter, und ich verstand auch warum. Der Tacho zeigte knapp 120 km/h. Ich wollte es nicht glauben, bremste aber hart. Bei der nächsten Möglichkeit sollte ich dann rechts ran fahren. Mein Fahrlehrer erklärte mir in aller Ruhe, was passiert war. „Geschwindigkeitsrausch“ fing er an „ist eine große Gefahr.“ Was er mir dann im Detail erklärt hat, weiß ich nicht mehr genau. Aber sicherlich kennen Sie alle dieses Phänomen. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben sich ebenfalls damit beschäftigt. Bereits in den sechziger Jahren fand der Brite G. G. Denton heraus, dass Fahrer, die aufgefordert wurden, ihre Fahrgeschwindigkeit zu halbieren, diese nur etwa um 30 % verringerten. Besonders deutlich dabei waren Fehlschätzungen von Änderungen einer längere Zeit lang gefahrenen Geschwindigkeit. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Untersuchung aus dem Jahr 1981: Auf die Frage nach der Restgeschwindigkeit nach Bremsmanövern aus verschieden hohen Geschwindigkeiten wurden die Restgeschwindigkeiten im Schnitt um ca. 37% unterschätzt. Mehr über dieses Thema finden Sie hier. Doch das Risiko von Geschwindigkeitsrausch gibt es nicht nur beim Autofahren.

Auch für das Herz gibt es einen „Tacho“

Ich leite regelmäßig Seminare in Unternehmen. Und je häufiger ich mit Führungskräften und Mitarbeitern an Schlüsselpositionen zusammenkomme, desto mehr erhärtet sich mein Eindruck: Viele von ihnen sind ebenfalls in einer Art Geschwindigkeitsrausch, auch wenn für die meisten dieser Rausch kein angenehmer ist. Sie sind mit einer so hohen Taktung unterwegs, im Multitasking und im schnellen Aufgabenwechsel gefangen, dass es Ihnen oft schwer fällt, meinen kurzen und einfachen Achtsamkeits- und Fokussierungsübungen zu folgen. Das Hamsterrad, in dem sie sich befinden, dreht sich immer schneller. Doch sie sind sich dieser Tatsache oft nicht wirklich bewusst. Zumindest nicht so bewusst, dass sie ab und zu auch mal so richtig auf die Bremse treten. Nicht nur im Jahresurlaub. Wobei sogar dieser häufig nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ abläuft. Wir brauchen also auch einen Tacho, auf den wir ganz bewusst schauen und prüfen können,  ob unsere Geschwindigkeit angemessen ist.

Die Natur hat auch daran gedacht. Unser wichtigster Taktgeber ist auch gleichzeitig unser Tacho – unser Herz. Doch die Hauptinformation ist nicht die Drehzahl, also die Herzfrequenz, sondern die Herzratenvariabilität (HRV). Die HRV gibt Infos über den Zustand unseres Autonomen Nervensystems und zeigt uns an, ob wir mit angemessener oder überhöhter Taktung unterwegs sind, also ob wir uns uns in Balance befinden oder nicht. Und Sie zeigt uns an, wie gut wir beim Bremsen zu innerer Balance finden.

HRV-Biofeedback – Feinfühligkeit in Hightech umgesetzt

Traditionelle Chinesische Ärzte sind in der Lage, per Pulsdiagnostik – mit ihren Fingern am Handgelenk des Patienten – zu spüren, ob unser Herz harmonisch beschleunigt und wieder abbremst oder ob dies in einer sehr chaotischen Weise passiert. HeartMath hat Möglichkeiten entwickelt, die diese Feinfühligkeit in Hightech umsetzen: in sensible Biofeedbacksysteme. Viele Menschen haben sich diesen erst zögernd genähert, um sie später dann mit Überzeugung und Begeisterung täglich zu nutzen. Auf unserer Website finden Sie ausführliche Informationen zu unseren modernen Biofeedbacksystemen, sei es mit Inner Balance fürs Smartphone oder Tablet oder mit emWave2 bzw. emWave Pro. Dort können Sie diese auch ganz bequem gleich online bestellen.

 

 

Photo by Samuele Errico Piccarini on Unsplash

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