Meditation ist einfach. Wenn man weiß, wie.

Die Welt der Meditation steht vor einem Dilemma. 

Obwohl Meditation ein ganz einfach  ist, erzeugt ihr Ruf bei manchen eine Ambivalenz. Die Erläuterungen und Methoden von Experten wirken trotz aller Einsicht oft erschlagend und die Aussicht, längere Zeit und täglich bewegungslos im Schneidersitz zu verharren wie ein schlechter Traum. 

Folglich lassen viele spirituell Interessierte entmutigt die Finger davon und kommen so nicht in den Genuss dessen, was ihr Leben grundlegend verändern könnte.

Ein Dilemma. Oder doch nicht? 

 

Warum der Gedanke an Meditation bei vielen Stress erzeugt 

Mehr und mehr Menschen suchen nach einer Verschnaufpause, nach der Ruhe im Kopf,  die ihnen das Meditieren verspricht. Inzwischen gibt es Meditationsstile wie Sand am Meer, und guter Rat ist teuer. Manche Techniken erfordern eine Disziplin, die viele weder leisten können noch wollen. 

Da ist z.B. der Wecker, der noch vor der Morgenröte schrillen soll, oder der gechillte Ort, der sich kaum finden lässt im engen Haus; und die langen Intervalle  im unbequemen Schneidersitz, den kaum noch jemand beherrscht; und dann das Warten auf  den Durchbruch, von dem die meisten nicht einmal wissen, wie er aussieht. 

So entstehen schnell Bilder in den Köpfen der Suchenden, die innere Widerstände erzeugen und vielen den Elan im Vorweg rauben.

Warum es so nicht sein muss, zeigen wir Dir jetzt. 

 

Wieso es eigentlich ganz einfach ist 

Michael A. Singer kennt sich mit Meditation aus und weiß vor allem eins: 

“Es ist völlig egal, was Du tust. Denn es  macht keinen Unterschied. Alles führt letztendlich dazu, dass Du den Verstand zu umschiffen lernst. Du richtest dabei die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt. Das kann Dein Atem sein, das Summen eines Mantras, das Fokussieren auf den Herzschlag, das Hervorrufen eines guten Gefühls u.v.m. Vereinfacht gesagt ist das schon alles.“

Es braucht kein großes 1×1 der Meditation und keine Perfektion, nur ein wenig Geduld. Das ist normal und wird spätestens dann deutlich, wenn Du die Augen schließt und versuchst, den Fokus auf die Atmung zu legen. 

Einfacher gesagt, als getan?

Zunächst ja, denn wie bei einem wildgewordenen Pferd galoppieren Deine Gedanken anfangs hin und her. Mit etwas Übung gelingt es dir, diese allmählich zu zügeln und zentrieren.

 

Wie Dir Dein Körper dabei hilft

Die richtige Atmung ist der Schlüssel. 

Wenn Du sie bewusst einsetzt, profitiert Dein Autonomes Nervensystem davon. Genauer gesagt Deine innere Bremse, der parasympathische (also beruhigende) Anteil, den Du bei jeder vertieften Ausatmung aktivierst. Das ist von zentraler Bedeutung, denn in Zeiten von Stress und Angst brauchen wir sie mehr denn je. 

Ein Team von Forschern konnte unlängst belegen, dass eine bestimmte  Art der Meditation  die Herz-Gehirn-Kommunikation und damit die Herzratenvariabilität (HRV) positiv beeinflusst. Die HRV stieg bei jenen Probanden, die die Anweisung hatten, herz-fokussiert zu atmen statt passiv zu bleiben. 

Die HRV ist ein dynamischer und variabler Rhythmus. Je höher die HRV, desto gesünder ist der Mensch. Sie ist eine eine wichtige Messgröße und lässt sich durch die Meditation mit herzzentrierter Atmung wunderbar steuern.  

 

Wie Du Deine Meditation beflügelst

Bei HeartMath steht das Herz im Mittelpunkt. Mit den vom HeartMath Institute entwickelten und wissenschaftlich belegten Atem- und Fokussierungs-Techniken machst Du einen wichtigen Schritt in Richtung Wohlbefinden. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nicht nur, weil sie wirken, sondern auch, weil sie so einfach sind. 

 

 

Überzeug Dich besser selbst:

Schritt 1: Herzfokussiertes Atmen

Das klingt zunächst ungewohnt, ist aber einfach. Richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Herzgegend. Stelle Dir vor, wie Dein Atem durch Deine Herzgegend ein- und ausströmt. Atme dabei etwas langsamer und tiefer als gewöhnlich.

Hilfreich ist anfangs, wenn Du Dir dabei die Hand auf den Brustkorb legst. 

Schritt 2: Herzgefühl

Konzentriere Dich weiterhin auf die herzfokussierte Atmung und bemühe Dich aufrichtig, ein erneuendes Gefühl aufzurufen, wie z.B. Wertschätzung oder Fürsorge für jemanden oder etwas in Deinem Leben. 

Bleibe für einige Minuten bei der herzfokussierten Atmung und in dem Herzgefühl. 

 

Wenn Angst oder Stress Oberhand haben, ist diese gezielte Kohärenzübung hilfreich. Mit ihr findest Du schnell zurück in Dein emotionales Gleichgewicht und hältst das Autonome Nervensystem in Balance. 

 

Warum sie für alle Meditierenden taugt

Diese Methode richtet sich natürlich nicht nur an Einsteiger, sondern auch an all jene, die mit dem Meditieren bereits vertraut sind. Denn es gibt immer wieder Situationen im Leben, in denen Du Techniken benötigst, die Dich schnell zurück in die Balance holen. Oder wenn es Dir zu Beginn einer Meditation schwer fällt, innerlich ruhig zu werden.

Dafür bietet sich diese als Quick-Coherence bekannte Methode ausgesprochen gut an.  

Warum es hilfreich sein kann, die Körperreaktion zu messen

Wer mit dem Meditieren beginnt, ist oft unsicher. 

Fragen nach dem “Mache ich es richtig? Und wie weiß ich das?” tauchen bei den meisten Einsteigern auf. Zweifel erschweren es Dir allerdings, aus dem Kopf auszusteigen und in einen ausgeglichenen Zustand zu gelangen. Viele Meditierende nutzen daher Biofeedbacksysteme wie z.B. den Inner Balance Sensor . Mit einem solchen Sensor kannst Du in Echtzeit verfolgen, wie die innere Ausgeglichenheit in Deinem Körper Einzug hält. Wir nennen diesen optimierten Zustand “Herzkohärenz”.

Das Messen kann Dir also  helfen, und sei es lediglich als Bestätigung, dass Du auf der richtigen Spur bist. 

Abschließend 

Wie Du gesehen hast, ist der Einstieg in die Meditation wirklich simpel. Es braucht keine Vorbereitung, keine Vorkenntnisse, keine besonderen Positionen und sicher auch keinen Guru. Die herzzentrierte Atmung ist eine simple und nachgewiesenermaßen wirksame Methode. Sie ist alltagsfit und lässt sich spielerisch ins Leben integrieren. Egal, wo Du bist. 

Nimm Dir ein paar Minuten am Tag und die richtige Atmung gleich mit dazu. Es ist Deine Verschnaufpause, ganz ohne Brimborium, deren Erfolg sich schnell sehen lassen kann. 

 

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